Tour mit dem Roller nach Italien

  • Hallo zusammen,

    ich plane meine erste Tour mit dem Roller. Ich lebe in München und habe darüber nachgedacht, über "Bergen" nach Italien zu fahren. Gerne würde ich den Stelvio-Pass besuchen und dann auf einem anderen Weg nach Minga zurückfahren. Natürlich ohne Autobahn, nur über Landstraßen und ländliche Wege.

    Was mich interessiert, ist, wie realistisch es ist, täglich auf solch langsamen Straßen zu fahren, ohne dass es zu anstrengend wird. Mit dem Auto habe ich kein Problem, 700 km und mehr ohne Pause zu fahren, aber mit dem Roller ist das etwas ganz anderes.

    Ich möchte auch erwähnen, dass ich ein Anfänger im Roller fahren bin, aber keine großen Ängste beim Fahren habe.

    Vielen Dank und liebe Grüße!

  • Hallo Kindjo,

    als langjähriger Rollerfahrer und auch MP3 300-Nutzer war ich schon mehrfach in Italien und wir fahren seit 30 Jahren mehrtägige Touren in ganz Europa.

    Da du planst nur auf Landstrassen zu fahren (was sehr vernünftig und absolut sehenswert ist), musst du bei den Durchfahrten von Dörfer und Städten mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 50 km/h rechnen.

    Also 700 Kilometer sind nur bei Nutzung der Autobahn schaffbar.

    Bei Alpenüberquerungsfahrten würde ich eine Tagesleistung von 400 Kilometer schon als oberste Marge ansehen.

    Grüße aus dem Passauer Land

    Heinrich :CU:

  • Hallo Italiener, kann ich dir sagen ja das geht über Landstraße nach Italien geht ohne Probleme. Da fährst du über den Fern. Pass dann über Land Richtung Innsbruck und dann über den Brenner Pass Richtung Italien und fast parallel geht dann die Landstraße zum Gardasee

  • 700 km per Landstraße ist schwer machbar

    Realistisch sind 250-400 km. Am Tag

    meiner Meinung nach

    Falls du günstige Pensionen brauchst, 25-45 € pro Übernachtung gerade am Brenner Pass kann ich dir gute Tipps geben

  • ... ich plane meine erste Tour mit dem Roller. Ich lebe in München und habe darüber nachgedacht, über "Bergen" nach Italien zu fahren. Gerne würde ich den Stelvio-Pass besuchen und dann auf einem anderen Weg nach Minga zurückfahren. Natürlich ohne Autobahn, nur über Landstraßen und ländliche Wege.

    Was mich interessiert, ist, wie realistisch es ist, täglich auf solch langsamen Straßen zu fahren, ohne dass es zu anstrengend wird. Mit dem Auto habe ich kein Problem, 700 km und mehr ohne Pause zu fahren, aber mit dem Roller ist das etwas ganz anderes.

    Ich möchte auch erwähnen, dass ich ein Anfänger im Roller fahren bin ...

    M.E. liegen die Grenzen v.a. im unteren Rückenbereich. Die muss jeder für sich selbst erspüren, taste dich ran.

    Ernstgemeinter Tipp, da du Anfänger bist und kurvenreiche Nebenstraßen fahren willst. Da ist der Belag nicht immer der Beste. Also wenn möglich, mache vorher ein ADAC Motorradtraining oder Sicherheitstraining mit.

    Und informiere dich vorher gründlich über die rechtl. Bestimmungen für Motorradfahrer in Italien.

  • Vielen Dank für die Antworten.

    Was ich mit den 700 Kilometern sagen wollte, ist, dass ich diese mit dem Auto auf der Autobahn zurücklege. Ich habe nicht daran gedacht, so eine Strecke an einem Tag mit dem MP3 zu fahren.

    Ich habe jedoch oft gelesen, auch hier, dass man meist etwa 250 km pro Tag fährt, weshalb ich die Frage gestellt habe. Ich dachte daran, direkt von München zum Stelvio-Pass zu fahren; evtl wäre es machbar. 🤷

    Akko , ich dachte dass EU regeln überall Gleich/ähnlich sind.

    Mindestens bei mir in Kroatien, gibt kein große Unterschied

    Danke

  • Wir waren vor 2 Wochen in Oslo. 350 km am Tag - Landstraße only. 08:00 Uhr Abfahrt - ohne große Pausen und Besichtigungen waren wir 14/15 Uhr am Ziel. Schweden und Norwegen 80 km/h teilw. 70 km/h Vmax auf LAndstraßen. Strafen absolut nicht diskutabel - der Tempomat stand auf 2 km/h WENIGER!

    Anfänger und STELVIO passt meines Erachtens nicht zusammen - da liegen täglich mehrfach Motorräder von erfahrenen Bikern auf der Seite.

    Lerne mit dem Gewicht umzugehen und die Finger von der Vorderradbremse zu lassen, das hilft dabei nicht unfreiwillig abzusteigen...
    Die Aussage mit dem Sicherheitstraining kann ich unterschreiben - wir sind jetzt bei 3 für meine Frau und 5 für mich - seit 2019.

    Ansonsten macht Rollern sehr viel gute Laune und die Birne frei.

    Oslo waren 3.035 km in 8 fahraktiven Tagen. In die Stadt Oslo hatten wir nur 120 km und den ganzen Tag dann auf Schusters Rappen.

  • Habe die Tour schon 2x gemacht (1x Quad und 1x Roller). Aber von Tübingen aus. Ich bin zuerst immer zum Reschenpass gefahren. Dann eine Übernachtung am Reschensee. Von da aus schaffst du es dann in einem Zug über den Stelvio bis zum Gardasee. Das wäre meine Empfehlung.


    Gruß Reiner 🙋🏻‍♂️

  • Letztes Jahr war ich in den Alpen in Südtirol. Mein Fazit: 150 bis mx. 250 Kilometer am Tag, dann macht die Tour auch Spaß.

    Dinge, die ich unterschätzt habe:

    Das Wetter in den Alpen: Von 30°C bis Schneefall war alles dabei. Dafür muss man ausgestattet sein. Schuhe/Stiefel, Hose, Jacke, Handschuhe - wasserdicht, atmungsaktiv oder Überzieher. Starkregen und plötzliche Gewitter, die ein Weiterfahren zu gefährlich machen. Aber auch nicht zu viel mitnehmen. Tipp: Vorher einen Kurztrip mit Übernachtung machen und Ausrüstung testen. Temperatursturz innerhalb weniger Minuten nach einem Tunnel, Höhenunterschiede, dunkles Tal etc. und keine Möglichkeit, schnell mal anzuhalten und Klamotten zu wechseln. Nachtfahrten im Gebirge bei Nebel und Kälte sind auch nicht so der Hit, da freut man sich über zusätzliche Beleuchtung oder jemand Erfahrenem, der vorausfährt und dem man folgen kann.

    Andere Verkehrsteilnehmer: Überambitionierte Motor- Fahrrad und / oder Autofahrer. Verwechseln abgesperrte Rallyes mit öffentlichen Straßen. Unsichere und ängstliche Verkehrsteilnehmer- Wohnmobile mit Monsterlänge, teilweise auch Wohnwagengespanne (warum nur?) oder Zweirädige, denen es an Erfahrung fehlt und unberechenbar reagieren. Das macht vor allem den Gegenverkehr z.T. unberechenbar.
    Nicht planbare Verkehrssituationen, wie Erdrutsche (ein Teil der Straße gesperrt), rutschiger Asphalt oder plötzlich Baustellen ohne Asphalt, lange, sehr lange Autoschlangen mit Tempo 30, da ein Trecker/Tanklaster/Fahrradhorde diese anführt und überholen schlecht möglich ist. Tempolimit und drakonische Strafen in der Schweiz und Italien.

    Die Eigenheiten unserer Dreiräder: Ist halt kein Motorrad. In den Spitzkehren merkt man das Gewicht vorne und das Fehlen einiger Pferdchen im Motor.
    Die Spitzkehren: Obwohl geübt und auch bewusst, was man machen sollte und eben auch nicht, hat es mich hingelegt. Das kann JEDEM passieren, auch mit langer Erfahrung. Daher ist der Tipp mit dem Sicherheitstraining absolut berechtigt.

    Das eigene Ego: Die Angst sich zu blamieren. Selbstüberschätzung. Ich habe mich oft dabei ertappt, dass ich versucht habe, mit Motorrädern mithalten zu wollen. Oder bei der Planung sich zu viele Kilometer vornehmen. Es zählt die Zeit auf dem Sattel, nicht die Kilometer. Ab 2 Stunden fängt es bei mir an zu zwicken, ab 3 Stunden muss ich pausieren, ansonsten: Fahren mit Tunnelblick weil Arschweh und Rückenschmerzen macht keinen Spaß. Daher genügend Pausen und Bewegung einplanen. Einen Tag mal komplett ausspannen.

  • Habe die Tour schon 2x gemacht (1x Quad und 1x Roller). Aber von Tübingen aus. Ich bin zuerst immer zum Reschenpass gefahren. Dann eine Übernachtung am Reschensee. Von da aus schaffst du es dann in einem Zug über den Stelvio bis zum Gardasee. Das wäre meine Empfehlung.


    Gruß Reiner 🙋🏻‍♂️

    Das ist irgendwie auch mein Plan – am ersten Tag ungefähr bis dorthin zu fahren, dann auszuruhen und zu übernachten, damit ich am nächsten Morgen frisch und erholt den Stelvio fahren kann. Ich habe über die Calimoto-App geschaut – ohne Autobahn sind es bis Mals etwa 236 Kilometer und mit Pausen usw. etwa 4 Stunden. Sagen wir, es werden 6 Stunden – ist auch egal. Das ist also mein Plan für den ersten Tag. Am zweiten Tag kommt der Stelvio dran, und danach weiß ich im Moment noch nicht genau, wohin ich weiterfahre. 😉

  • Das eigene Ego: Die Angst sich zu blamieren. Selbstüberschätzung. Ich habe mich oft dabei ertappt, dass ich versucht habe, mit Motorrädern mithalten zu wollen. Oder bei der Planung sich zu viele Kilometer vornehmen. Es zählt die Zeit auf dem Sattel, nicht die Kilometer. Ab 2 Stunden fängt es bei mir an zu zwicken, ab 3 Stunden muss ich pausieren, ansonsten: Fahren mit Tunnelblick weil Arschweh und Rückenschmerzen macht keinen Spaß. Daher genügend Pausen und Bewegung einplanen. Einen Tag mal komplett ausspannen.

    Alles, was du geschrieben hast, stimmt – und du hast vollkommen recht. Was das Ego betrifft: Das Erste, was ich gelernt habe, war, anderen Fahrern zu zeigen, dass sie mich gerne überholen können. 😊
    Zwar liebe ich es, Gas zu geben und schneller zu fahren, aber ich bin noch Anfänger auf dem Motorrad und fahre 90 % der Zeit unter dem Tempolimit. (Der ASR hat mich übrigens schon zweimal vor dem Wegrutschen gerettet – also...)
    Was den Rest betrifft – ich habe auch Ausrüstung für kaltes Wetter. Ich habe gesehen, dass es in den Bergen schon ziemlich frisch ist – morgens teilweise nur 5 Grad.
    Aber so gut man sich auch vorbereitet – etwas Unerwartetes kann immer passieren.

  • Das ist irgendwie auch mein Plan – am ersten Tag ungefähr bis dorthin zu fahren, dann auszuruhen und zu übernachten, damit ich am nächsten Morgen frisch und erholt den Stelvio fahren kann. Ich habe über die Calimoto-App geschaut – ohne Autobahn sind es bis Mals etwa 236 Kilometer und mit Pausen usw. etwa 4 Stunden. Sagen wir, es werden 6 Stunden – ist auch egal. Das ist also mein Plan für den ersten Tag. Am zweiten Tag kommt der Stelvio dran, und danach weiß ich im Moment noch nicht genau, wohin ich weiterfahre. 😉

    Ich mache nach jeder Stunde wenigstens eine kurze Pause. Nicht nur wegen dem Allerwertesten, und um die Beine zu strecken, sondern auch um was zu Trinken! Unterschätze nie wie schnell auch die Aufmerksamkeit absinken kann.

  • Ja, da hast du recht – ich denke auch, dass man öfter anhalten muss, allein schon zum Tanken.
    Aber ich werde mich überhaupt nicht stressen – wenn ich es in 6–7 Stunden ungefähr bis nach Mals schaffe, ist das super.
    Man muss es auch genießen können – die Fahrt, die Aussicht, vielleicht ein paar Fotos unterwegs machen, und so weiter. 😉

  • Ich habe mir jetzt einen groben Plan gemacht:
    Am ersten Tag von München nach Mals, am zweiten Tag über das Stilfser Joch bis nach Como (Dervio), am dritten Tag weiter nach Genua.
    Auf dem Rückweg über Varese, dann Götzis und schließlich wieder zurück nach München.
    Das wären insgesamt etwa fünf Übernachtungen, mit Strecken von ca. 200 km zwischen den einzelnen Orten.
    Nur am ersten Tag würde ich vielleicht eine etwas längere Etappe fahren, da ich den größten Teil der Strecke schon kenne.

    Ich habe viel gelesen, dass sich viele über die Schweiz bzw. die Polizei dort beschweren.
    Aber so wie ich das verstanden habe, sollte es kein Problem geben, solange man sich an die Regeln hält, also z. B. Geschwindigkeiten einhält usw.
    Vielen Dank – und sorry, wenn ich ein bisschen nerve! 😉

  • Hallo 👋👋👋

    Das Stilfzerjoch bin ich auch schon mit meiner damaligen 400er gefahren und war ein wunderschönes Erlebnis.

    Mann muss sich aber bewusst sein das die Strecke dahoch nicht mit grade aus fahren zu vergleichen ist 🤔🤔🤔

    Beste Grüße Jürgen