Miniaturmodell des MP3 von Revell

  • Hallo zusammen,


    ich hab mal bei der Plastikmodellbaufirma Revell angefragt was sie von einem Modellbausatz des MP3 halten, die Antwort möchte ich Euch nicht vorenthalten:


    Sehr geehrter Herr B.


    wir danken Ihnen für Ihre Mail und den darin formulierten Modellvorschlag. Wir werden diesen in unsere große Liste mit weiteren Modellvorschlägen aufnehmen und zu gegebener Zeit im internen Kreis ausführlich diskutieren, kalkulieren und bewerten. Wir möchten aber zu diesem Thema anmerken, dass wir bereits vor geraumer Zeit einen Versuch mit einer 125er Vespa Primavera zunächst als 1/9er Bausatz, danach als Fertigmodell gestartet haben, leider mit nur mäßigem Erfolg. Uns ist wohl bewusst, dass dieses Thema heute sicherlich aktueller ist als zuvor, insbesondere durch die aktuelle "Elektro-Mobilität", aus diesem Grunde werden wir uns Ihres Vorschlags annehmen. Wir geben Ihnen recht, auch wir können uns vorstellen, dass dieser außergewöhnliche dreirädrige Roller ein Erfolg sein könnte. Leider können wir Ihnen heute nichts anderes dazu mitteilen, bleibt uns nur, die Daumen zu drücken, dass sich ein solches Projekt auch rechnet.


    Mit den besten Grüßen

    Ihre Revell GmbH aus Bünde


    Die Hoffnung stirbt zu letzt :dreifi2:

    Jens-Michael

  • Ich habe mal eine Zeit lang für einen bekannten Leuchtenhersteller in Norddeutschland im Formenbau gearbeitet. Das Teuerste an Plastik-Spritzgussteilen ist die Entwicklung und der Bau so wie die Instandhaltung der Form. Die Form verschleißt, dauert natürlich, muss aber mit in die Kalkulation das eine Form repariert oder neu gebaut werden muss. Schlechte Spritzgussteile durch überalterte Formen, besonders im Plastikmodellbau, machen sich durch sichtbaren Grat an den Trennstellen und schlechte Passgenauigkeit bemerkbar. Kein renommierter Hersteller will wegen schlechter Qualität der Bausätze Kunden verlieren.

    Die eigentlichen Spritzgussteile sind Centbeträge. Je genauer ein Modell im Detail ist, um so teurer die Form.


    Die Entwicklung ließ sich gut im Modellbahnsektor beobachten. Waren die Modellbahnfahrzeuge in den 1960 er Jahren weniger detailliert, änderte sich dies mit den Wünschen der Modellbahner. Dies führte zu immer teureren Modellen.


    Revell kann nur über Masse verdienen, siehe 125er Vespa, dazu gehört eine vernünftige Modellauswahl, wobei die Vespa 125 Primavera, die 1995 in den Handel kam, für den deutschen Markt nicht unbedingt die beste Wahl war, hier waren eher die 50 ccm PK und die ET Modellreihe bei den Jugendlichen zu der Zeit der Renner. 2008 etwa gingen die Formen zum italienischen Modellbauhersteller Italeri, nicht ungewöhnlich in der Branche das Formen weitergereicht werden.


    Revell hatte einige Zeit wunderschöne Modelle der Bundesmarine in 1:144 im Programm, zu letzt den Zerstörer Z1. Ich hatte auf eine Serie gehofft die immer weiter ausgebaut werden würde. Ich habe Revell förmlich bekniet doch die Minensuch / -jagdboote der Lindau-Klasse ins Programm zu nehmen.... Die Serie ist mittlerweile gestorben und bei Revell nicht mehr gelistet.


    Macht Euch also nicht zu große Hoffnung.


    Grüße

    Jens-Michael

  • Hallo zusammen,


    in der Sache habe ich auch noch den italienischen Modellbauhersteller ITALERI angeschrieben, die Reaktion war eher eine Standardantwort:


    Thank you for contacting us.


    We thank you so much for your suggestion. We inform you we have forwarded the information to our Technical Department, which will consider your proposal for future projects


    Do not hesitate to contact us for further information.


    A kind regard,

    Italeri Staff


    Schauen wir mal ob sich irgendwo, irgendwas bewegt.

    Jens-Michael

  • So ein Modell müsste man dann selber zusammenbauen und anmalen, oder?

    Ist nicht so wie die ganzen Anime Figuren aus Japan, oder?

  • Hmmm...so ein fertiges Modell würde ich definitiv auch sehr reizvoll finden. Hängt dann aber davon ab wie gross es ist und wie die Qualität ist.

    Mit Revell habe ich noch keine Erfahrungen. Ich habe da nur ein paar schicke Dragon Ball Z Figuren aus Japan, welche aus Plastik o.ä. hergestellt wurden...8)

  • Beides ist bei Revell vorstellbar, da Revell auch Fertigmodelle herstellt oder zumindest vertreibt.

    Die "Sammlermodelle" aus Zinkdruckguß im Maßstab 1:18, derzeit gibt es eine BMW Isetta, kosten 129,- Euro.


    Grüße

    Jens-Michael